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BioWars

Eisenzeitalter...Bronzezeitalter...Plastikzeitalter!

Mein Produkt soll also wie gesagt eine wiederverwendbare Trinkflasche aus Biopolymer sein.

Was ich als erstes getan habe, war die Anwendung des Modells "Lean Canvas":

http://alexboerger.de/wp-content/uploads/2013/09/Lean-Canvas-Deutsch-beta.jpg

Das Modell wurde entwickelt, weil die Erarbeitung eines Businessplans sehr zeitintensiv ist und zugleich auf vielen Hypothesen beruht. Mit diesem Modell können jedoch die wichtigsten Bestandteile eines Businessplan auf einer A4 Seite in kurzer Zeit zusammengefasst werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass dieses A4 Blatt sehr schnell vorgestellt  werden kann, ohne das 40 Seiten oder mehr gelesen werden müssen.

Nun werde ich die Einzelnen Sektoren erläutern:

 

Im ersten Sektor "Problem" werden höchsten drei Probleme aufgelistet, deren Lösung sich die Potentiellen Kunden wünschen.

In meinem Fall sind diese Probleme: 

1. Benutzer von Plastiktrinkflaschen sind derzeit mit   BPA/Weichmacher oder Acetaldehyd belastet. 

2. Glasflaschen sind schwer und bergen, v.a. bei Kinder, ein Verletzungsrisiko

3. Aluminiumflaschen sind Säure empfindlich (neurotoxische Wirkung bei Säften, Cola, etc.)

Auch sollen hier die bestehenden Alternativen, auf die die Kunden derzeit evtl. zugreifen, aufgelistet werden:

1. Leichtglasflaschen

2. Edelstahlflaschen

 

Im zweiten Sektor "Kundensegmente" werden die Kundengruppen aufgelistet für welche das Produkt vorgesehen ist. Vor allem sollen hier die "Early Adopters" festgehalten werden. Auch soll zwischen "Kunden" und "Anwendern" unterschieden werden.

In meinem Fall sind die Kunden:

1. Eltern / Gesundheitsbewusste (Kunden)

2. Gesundheitsbewusste / Kinder (Anwender)

3. Early Adopters:  Eltern kleiner Kinder / Gesundheitsbewusste

 

Im dritten Sektor " einzigartiges Wertversprechen" soll das Alleinstellungsmerkmal, welches Sie von den anderen Anbietern unterscheidet, genannt werden.                                          

"Warum wir anders sind und Aufmerksamkeit verdienen"

In meinem Fall ist das:

"Die einzige leichte und bruchsichere Trinkflasche ohne Gesundheitsbelastung"

 

Im vierten Sektor "Lösung" wird das was ihr Produkt kann, und somit zur Lösung eines Kundenproblems beiträgt, in einem Satz aufgeschrieben.

In meinem Fall ist das:

"Trinken ohne Gesundheitsrisiko und Umweltbelastung"

 

Im fünften Sektor "Unfairer Vorteil" wird der oder die Vorteile, welche wir gegenüber den anderen Mitbewerbern haben, aufgelistet. Dies sind jedoch nicht, wie oft gedacht, Dinge wie: Leidenschaft oder komplexe Features eines Produkts, sondern vielmehr Dinge, die ihre Mitkonkurrenten werden Kaufen noch Kopieren können.

In meinem Fall ist das:

"Große und gut erreichbare Community für alternative Produkte im Allgäu"

 

Im sechsten Sektor "Einnahmequellen" werden diese Aufgelistet.

In Meinem Fall sind diese:

"8,99 € pro Verkaufter Flasche"

Oft wird gedacht, dass es am Anfang nicht möglich ist einen realistischen Preis zu definieren, weil man noch kein fertiges Produkt hat. Es ist jedoch von Anfang an notwendig einen Preis zu nennen. Denn auch dieser ist ein Teil des Produkt und hat eine Wirkung auf den Kunden.

 

Im siebten Sektor "Kostenstruktur" werden alle fixen und variablen Kosten aufgeschrieben, welche während des Betriebs und der Vermarktung des Produkts entstehen. Es ist allerdings schwer dabei allzu weilt vorauszuschauen. Konzentrieren sie sich stattdessen auf die Gegenwart:

Was kostet es mich, mein Produkt herzustellen und zu lancieren?

Was kostet es mich, 30 Kundeninterviews durchzuführen?

Wie sieht der Kapitalverbrauch hinsichtlich der variablen und fixen Kosten aus?

In meinem Fall sind das:

Kosten für Import der Flasche

Kosten für den Versand innerhalb Deutschlands

Kosten für die Interviews und Arbeitszeit

 

Anhand der Einnahmen und Ausgaben lässt sich dann die Rentabilitätsschwelle berechnen und es kann leichter entschieden werden, welches Geschäftsmodell den Vorzug erhält. 

 

Im achten Sektor "Kennzahlen" werden Kennzahlen aufgelistet mit welchen sich das Geschäftsmodell überprüfen lässt. Diese helfen dabei den Fortschritt zu messen und Krisen innerhalb des Kundenlebenszyklus zu erkennen. 

Ein häufig verwendetes Modell ist Pirate Metrics.                            http://ywanvanloon.com/?p=1492

In meinem Fall sind diese:

A - wie wurden die Kunden auf das Produkt aufmerksam?

A - Wie wirkt das Produkt?

R - Finden Sie das Produkt gut / wollen Sie mehr wissen?

R - Kann die Marge erreicht werden?

R - wird das Produkt weiterempfohlen?

 

Im neunten Sektor "Kanäle" werden die Wege zu den Kunden, welche an ihrem Produkt interessiert sein sollten, festgehalten. Viele Startups scheitern, weil sie keinen Weg zu ihren Kunden finden. Deshalb ist es von Anfang an wichtig, jede Möglichkeit auf jedem Channel zu nutzen um richtiges Feedback, eines echten Kunden, zu erhalten.  

In meinem Fall sind die Kanäle.

- Freunde

- Eltern

- Flyer im Ökoladen

- Facebook / Foren

- Mundpropaganda

 

So, damit wäre jetzt das erste Modell beschrieben, bald gehts weiter..

30.4.14 15:35


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BioTacs

Ich würde sagen es reicht...langsam...

 

Hey Leutz,

dieser Blog soll sich mit meinem Projekt und meinem Zeitgeist befassen. Dieser wird, zumindest in meinem sozialen Umfeld, häufig geteilt.

Da dies mein erster Blog ist, freue ich mich über Feedback jeglicher Art!


Zum Projekt:

Ich schreibe derzeit meine Diplomarbeit welche von dem Thema Lean Startup handelt.

Lean Startup bedeutet, dass versucht wird, mit sehr begrenzten Mitteln, ein Unternehmen aufzubauen.

Dazu braucht es natürlich erstmal eine Idee. Diese habe ich schon:

Ich möchte eine Alternative, zu den herkömmlichen wiederverwendbaren Trinkflaschen aus Plastik, auf den Markt bringen.

Warum ist das aus meiner Sicht sinnvoll?

Ein Grund ist, dass erdölbasierte Trinkflaschen gesundheits- und umweltschädlich sind. Warum?

Weil zu ihrer Herstellung erstmal das Öl aus der Erde gepumpt werden muss. Was das für Folgen hat, muss ich nicht weiter ausführen. Dann werden bei der Herstellung giftige Additive eingesetzt welche, u.A. auf den Menschen, wie Hormone wirken. Dadurch ergeben sich auf Dauer, und vorallem bei Kindern (weniger Körpermasse), gesundheitliche Probleme. Diese werden jedoch seit Jahrzehnten von den Konzernen (und ihrer Lobby) unter den Tisch gewischt.

Ein weiterer Grund ist, dass wenn die Flaschen dann verwendet wurden, werden sie meist einfach weggeschmissen. Dies ist bei uns in Deutschland nicht sooo problematisch. Wenn man sich aber mal andere Länder anschaut, ist das sehr wohl ein Problem. Das erdölbasierte Plastik baut sich in der Natur nur sehr langsam ab. Soll bedeuten, das wenn jemand eine Flasche ins Gebüsch oder ins Meer wirft, dann liegt/schwimmt die da auch noch in 500 Jahren rum.

 

Die Tragweite der Problematik, die durch fossile Polymere verursacht wird, kann man garnicht in ein paar Sätzen darstellen. Es ist weitaus schlimmer, als wir und vorstellen können. Waynes interessiert kann sich ja den Film anschauen, sehr zu empfehlen.

https://www.youtube.com/watch?v=cSBXOHiPmrk

Es kommt auf uns an, ob sich was ändert oder nicht. Konzerne, die wie üblich, Geld verdienen wollten, reagieren nämlich sehr schnell auf sich verändernde Kundenwünsche. Wenn wir uns entscheiden etwas nicht mehr zu kaufen, und uns das auch viele gleichtun, wird dieses Produkt sehr schnell aus den Regalen verschwinden!

Zweifle nie daran, daß eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann. Tatsächlich sind das die einzigen, die das je getan haben.
Margaret Mead

 

Das mit dem Plastik ist natürlich nur eine aktuelle Problematik. Auf andere werde ich aber aus Zeitgründen und weil es nicht zu meinem Projekt passt, nicht weiter eingehen (wenns euch interessiert, könnter mich ja anschreiben).

Die Lösung für das Plastikproblem steht jedoch schon in der Tür:

Biopolymere!

Polylactid und Celluloseacetat wurden beide schon vor über 80 Jahren erfunden. Leider ist den Konzernen die Herstellung zu teuer. Deshalb wissen die meisten Mitmenschen nichts davon. Einzig und allein im Medizin- und Werkzeugsektor konnten sie sich durchsetzten.

So, genug der Einführung. Jetzt gehts zum praktischen Versuch....

 

 

 

 

 

 

23.4.14 10:57





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